Wussten Sie schon? Im Winter verhält sich die Bausubstanzdichtung wie ein Kind und kann kleine Beschwerden verursachen. Welche Probleme kann das zur Folge haben?
1. Verdickung der Strukturabdichtung
Strukturdichtstoffe dicken mit sinkender Temperatur allmählich ein und werden weniger flüssig. Bei Zweikomponenten-Strukturdichtstoffen führt die Verdickung zu einem höheren Druck in der Klebemaschine und verringert die Extrusion des Dichtstoffs. Bei Einkomponenten-Strukturdichtstoffen hingegen erhöht sich durch die Verdickung der Dichtstoffmasse der Druck der Klebepistole, was die manuelle Verarbeitung zeitaufwändig und mühsam macht.
Lösung: Wenn die Baueffizienz nicht beeinträchtigt wird, ist die Verdickung bei niedrigen Temperaturen ein normales Phänomen und erfordert keine weiteren Maßnahmen. Beeinträchtigt sie jedoch die Baueffizienz, kann eine Erhöhung der Verarbeitungstemperatur des Strukturdichtstoffs oder die Anwendung zusätzlicher Heizmaßnahmen erwogen werden, z. B. durch vorherige Lagerung des Strukturdichtstoffs in einem beheizten oder klimatisierten Raum. Alternativ kann eine Heizung in der Klebewerkstatt installiert werden, um die Temperatur in der Klebeumgebung zu erhöhen. Zusätzlich können geeignete Klebewerkzeuge wie z. B. Handklebepistolen mit hoher Schubkraft, Druckluft- oder elektrische Klebepistolen verwendet werden.
2. Ausbeulungen der Verwitterungsdichtung – ungleichmäßiges Erscheinungsbild
Im Winter sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht oft groß. Bei der Anwendung auf Aluminium-Paneelfassaden neigt die witterungsbeständige Dichtungsmasse zum Ausbeulen. Hauptgrund dafür ist die verlangsamte Aushärtungsgeschwindigkeit der Dichtungsmasse bei niedrigen Temperaturen, wodurch sich die Aushärtungszeit verlängert. Ist die Dichtungsmasse nicht ausreichend ausgehärtet und die Breite der Klebefuge variiert stark (was üblicherweise durch die thermische Ausdehnung und Kontraktion des Paneels verursacht wird), wird die Oberfläche der Klebefuge beeinträchtigt und es entstehen Unebenheiten. Nach vollständiger Aushärtung der unebenen Klebefuge ist deren Inneres massiv und nicht hohl. Dies beeinträchtigt zwar nicht die langfristige Dichtwirkung der witterungsbeständigen Dichtungsmasse, sondern lediglich die Ebenheit der Klebefuge.
Nach dem Winter kühlt die Fläche stark ab, die Temperaturen sind niedrig und der Temperaturunterschied zwischen Morgen und Abend ist groß. Aufgrund des hohen Wärmeausdehnungskoeffizienten des Materials verformt sich die Aluminium-Paneelfassade mit steigender Temperatur deutlich. Unter diesen Bedingungen besteht bei der Verwendung von Strukturabdichtungsmitteln die Möglichkeit, dass sich die Klebefugen der Aluminium-Paneelfassade ausbeulen.
Lösung:
1. Wählen Sie einen Klebstoff mit relativ schneller Aushärtungsgeschwindigkeit, um das Problem der Wölbung des witterungsbeständigen Dichtmittels etwas zu verringern.
2. Falls die relative Verformung der Klebefuge aufgrund von niedriger Luftfeuchtigkeit oder Temperaturunterschieden, der Größe der Klebefuge usw. zu groß ist, wird empfohlen, eine oder mehrere der folgenden Konstruktionsmethoden zu wählen.
a) Treffen Sie geeignete Beschattungsmaßnahmen, wie z. B. das Abschirmen des Gerüsts mit staubdichten Netzen, damit die Paneele nicht direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, die Temperatur der Paneele gesenkt wird und Verformungen der Verbindungen durch Temperaturunterschiede reduziert werden.
b) Versuchen Sie, das Kleben um die Mittagszeit zu planen und vermeiden Sie das Kleben am Morgen und Abend.
c) Verwenden Sie die Methode der sekundären Klebstoffapplikation (d. h., wenn bei der ersten Klebstoffapplikation eine konkave Klebstoffnaht vorhanden ist, kann diese 2 bis 3 Tage aushärten, und nachdem sie elastisch ist, wird eine Klebstoffschicht auf die Oberfläche aufgetragen).
Veröffentlichungsdatum: 04.03.2022