Welche Probleme können bei der Verwendung von Glasdichtstoff in kalten Winterumgebungen auftreten? Schließlich handelt es sich bei Glasdichtstoff um einen bei Raumtemperatur aushärtenden Klebstoff, der stark von der Umgebung beeinflusst wird. Schauen wir uns die Verwendung von Glaskleber bei winterlichen Temperaturen genauer an. Drei häufige Fragen!
1. Bei der Verwendung von Glasdichtstoff in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen besteht das erste Problem in der langsamen Aushärtung.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Aushärtungsgeschwindigkeit. Bei einkomponentigen Silikondichtstoffen gilt: Je höher Temperatur und Luftfeuchtigkeit, desto schneller die Aushärtung. Im Herbst und Winter sinken die Temperaturen jedoch stark, was die Aushärtungsreaktion des Silikondichtstoffs verlangsamt und somit zu längeren Oberflächentrocknungs- und Tiefenaushärtungszeiten führt. Generell verlangsamt sich die Aushärtung bei Temperaturen unter 15 °C. Bei Metallfassaden mit Vorhangfassaden führt die langsame Aushärtung des Dichtstoffs im Herbst und Winter, wenn die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht groß sind, zu starken Dehnungen und Stauchungen der Fugen. Dadurch kann der Dichtstoff an den Verbindungsstellen leicht ausbeulen.

2. Glasdichtstoff wird in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen verwendet, wodurch die Haftung zwischen Glaskleber und Untergrund beeinträchtigt wird.
Mit sinkender Temperatur und Luftfeuchtigkeit verschlechtert sich die Haftung zwischen Silikondichtstoff und Untergrund. Generell gelten für die Anwendung von Silikondichtstoff folgende Umgebungsbedingungen: Zweikomponenten-Dichtstoffe sollten in einer sauberen Umgebung bei 10 °C bis 40 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 60 % verarbeitet werden; Einkomponenten-Dichtstoffe sollten bei 4 °C bis 50 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 60 % unter sauberen Umgebungsbedingungen verwendet werden. Bei niedrigen Temperaturen verringern sich die Aushärtungsgeschwindigkeit und die Reaktivität des Dichtstoffs sowie die Benetzbarkeit der Untergrundoberfläche. Dadurch verlängert sich die Zeit, die der Dichtstoff benötigt, um eine gute Verbindung mit dem Untergrund herzustellen.
3. Glasdichtstoff wird in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen verwendet, und der Glaskleber wird verdickt.
Mit sinkender Temperatur dickt das Silikondichtmittel allmählich ein und lässt sich schlechter verarbeiten. Bei Zweikomponenten-Dichtmitteln führt die Verdickung der Komponente A zu einem erhöhten Druck in der Klebemaschine und damit zu einer geringeren Klebstoffausbeute, was ein unbefriedigendes Ergebnis zur Folge hat. Bei Einkomponenten-Dichtmitteln verdickt sich das Kolloid, und der Extrusionsdruck ist beim manuellen Auftragen mit der Klebepistole relativ hoch, was die Effizienz der manuellen Verarbeitung beeinträchtigt.
Wie löst man das Problem?
Wenn Sie in einer Umgebung mit niedrigen Temperaturen bauen möchten, führen Sie vor Baubeginn einen Klebetest an einer kleinen Fläche durch, um sicherzustellen, dass der Glaskleber aushärtet, gut haftet und keine optischen Mängel auftreten. Falls die Bedingungen es zulassen, erhöhen Sie vor Baubeginn die Temperatur der Bauumgebung.
Veröffentlichungsdatum: 08.12.2022