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Was tun? Winterliche Strukturdichtstoffe härten langsam aus und haften schlecht.

Wussten Sie schon? Im Winter verhält sich die Bausubstanzdichtung wie ein Kind und kann leichte Beschwerden verursachen. Welche Probleme kann das schon auslösen?

 

1. Strukturelles Dichtmittel härtet langsam aus

Das erste Problem, das ein plötzlicher Temperaturabfall bei Struktur-Silikondichtstoffen mit sich bringt, ist die gefühlte Aushärtungszeit während der Anwendung. Die Aushärtung von Struktur-Silikondichtstoffen ist ein chemischer Reaktionsprozess, dessen Geschwindigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird. Bei einkomponentigen Struktur-Silikondichtstoffen gilt: Je höher Temperatur und Luftfeuchtigkeit, desto schneller die Aushärtung. Nach dem Winter sinken die Temperaturen rapide, und die gleichzeitig niedrige Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt die Aushärtungsreaktion des Struktur-Silikondichtstoffs, wodurch die Aushärtung verlangsamt wird. Unter normalen Umständen ist dieses Phänomen besonders deutlich bei Temperaturen unter 15 °C zu beobachten.

Lösung: Bei Arbeiten in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen empfiehlt es sich, vorab einen Klebetest an einer kleinen Fläche durchzuführen und einen Schältest zu machen, um die Aushärtung, Haftung und das einwandfreie Erscheinungsbild des Strukturdichtstoffs zu bestätigen. Erst dann sollte er großflächig angewendet werden. Bei Umgebungstemperaturen unter 4 °C wird von der Anwendung des Strukturdichtstoffs abgeraten. Falls die Voraussetzungen im Werk gegeben sind, kann die Anwendung durch Erhöhung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Produktionsumgebung erwogen werden.

2. Probleme bei der Haftung von Strukturdichtstoffen

Mit sinkender Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie der damit einhergehenden verlangsamten Aushärtung kann es zu Haftungsproblemen zwischen Strukturdichtstoff und Untergrund kommen. Die allgemeinen Anforderungen für die Anwendung von Strukturdichtstoffen sind: eine saubere Umgebung mit einer Temperatur von 10 °C bis 40 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 80 %. Werden diese Mindesttemperaturen überschritten, verlangsamt sich die Aushärtungsgeschwindigkeit und die Zeit bis zur vollständigen Verbindung mit dem Untergrund verlängert sich. Gleichzeitig verringert sich bei zu niedrigen Temperaturen die Benetzbarkeit des Klebstoffs und der Untergrundoberfläche. Es kann sich ein unmerklicher Schleier oder Frost auf der Untergrundoberfläche bilden, der die Haftung zwischen Strukturdichtstoff und Untergrund beeinträchtigt.

Lösung: Liegt die Temperatur unter der minimalen Verarbeitungstemperatur des Strukturdichtstoffs von 10 °C, wird ein Haftungstest des Strukturdichtstoffs auf dem Untergrund in der realen, kalten Bauumgebung durchgeführt, um eine gute Haftung zu bestätigen. Anschließend kann die Verarbeitung erfolgen. Bei werkseitig injiziertem Strukturdichtstoff kann die Aushärtung durch Optimierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Verarbeitungsumgebung beschleunigt werden, die Aushärtungszeit muss jedoch entsprechend verlängert werden.

 

JUNBOND-Produktreihe:

  1. 1. Acetoxy-Silikon-Dichtstoff
  2. 2. Neutrales Silikondichtmittel
  3. 3. Antifungizides Silikondichtmittel
  4. 4. Brandschutzdichtstoff
  5. 5. Nagelfreies Versiegelungsmittel
  6. 6. PU-Schaum
  7. 7.MS Dichtmittel
  8. 8. Acryl-Dichtstoff
  9. 9. PU-Dichtstoff

 


Veröffentlichungsdatum: 25. Februar 2022